Die Lese-Rechtschreib-Schule im Studienkreis
 
 

Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung



Im Rahmen des Konzepts „Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung“ lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst mit lautgetreuem Wortmaterial. Anschließend erweitern sie ihre Kenntnisse nach den Prinzipien „vom Häufigen zum Seltenen“ und „vom Leichten zum Schweren“.

Das Förderkonzept der „Lautgetreuen Lese-Rechtschreibförderung“ geht davon aus, dass Kinder unterschiedlich lange Zeit benötigen, um sich das Lesen und Schreiben anzueignen. Dies kann jedoch im Schulalltag nicht immer berücksichtigt werden, sodass manche Kinder in ihrem Lernprozess innehalten oder ihn nur unzureichend durchlaufen. Diese Kinder brauchen Unterstützung beim Erwerb geeigneter Lese-Rechtschreib-Strategien. Das Programm „Lautgetreue Lese-Rechtschreibförderung“ vermittelt in einem speziellen Förderunterricht Basisfertigkeiten beim Lesen und Schreiben sogenannter lautgetreuer Wörter. Anschließend kann die Förderung in Form systematischer Nachhilfe individuell fortgeführt werden.

Folgende Grundprinzipien zeichnen das Konzept aus:

Erfolge von Anfang an
Um die Lust am Lernen und Üben nicht durch Misserfolge zu gefährden, gilt im Förderunterricht die Maxime, dem Kind von Beginn an Erfolgserlebnisse bei der Rechtschreibung zu verschaffen und Misserfolge weitgehend zu vermeiden. So unterstützen wir das Kind dabei, wieder Spaß am Lernen zu gewinnen.
Vom Leichten zum Schweren
Diese notwendigen Erfolge erlebt das Kind am ehesten dann, wenn es dort starten kann, wo es ihm am leichtesten fällt. In der Regel schreiben Kinder zu Beginn gerne so, wie sie sprechen; von der Aussprache abweichende Schreibweisen werden erst später erlernt. Im Förderunterricht wird auf der Stufe des lautgetreuen Lesens und Schreibens mit zunächst einfach strukturierten Wörtern begonnen. Diese werden Silbe für Silbe rhythmisch ausgesprochen. Dabei wird zusätzlich der ganze Körper mit eingesetzt, sodass die Wörter ganzheitlich erlebt werden. Diese gewöhnlich neue Erfahrung steigert die Präzision der Aussprache und erleichtert es den Kindern, die Gliederung von Wörtern zu verstehen.
Vom Häufigen zum Seltenen
Nach Auszählung des Grundwortschatzes besteht die deutsche Sprache zu ca. 60% aus rein lautgetreuem Wortmaterial. Damit ist das lautgetreue Schreiben auch zugleich das häufigste. Ein Start auf der Ebene des Lautgetreuen ist für den Förderunterricht insofern doppelt Erfolg versprechend.


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Die Tests zur Feststellung einer Lese-Rechtschreibschwäche werden von qualifizierten Fachkräften in den Lese-Rechtschreib-Schulen durchgeführt. Sollte bei Ihrem Kind eine solche Lernschwäche festgestellt werden, können Sie gemeinsam mit den Experten die Planung der individuellen Förderung besprechen.

Die Lese-Rechtschreib-Schulen im Studienkreis bieten mit ihrem Rechtschreibkonzept eine auf die Stärken und Schwächen des Kindes abgestimmte Förderung an. Außerdem absolvieren die teilnehmenden Kinder Übungen zur Verbesserung der Lesefähigkeit und den wesentlichen Lernvoraussetzungen wie Motorik, Entspannung oder Konzentration, insbesondere zur „phonologischen Bewusstheit“ – also das Wissen um und Handeln mit gesprochener Sprache.
Jeder zweite Grundschüler hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, haben Befragungen von Eltern gezeigt. Die Konzentrationsfähigkeit spielt auch bei dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen eine große Rolle. So gehen Lernschwierigkeiten nicht selten mit Konzentrationsschwächen einher. Betroffenen Kindern sollte deshalb so früh wie möglich geholfen werden, damit sich schlechte Schulnoten gar nicht erst festsetzen.